Das Stadtarchiv Lahnstein erinnert heute an die Errichtung der Köln-Düsseldorfer Anlegestelle in Niederlahnstein und den Bau der Blücherstraße.
Vor 100 Jahren: Niederlahnstein erhält Anschluss an die Ausflugsdampfer auf dem Rhein
Niederlahnstein, Bahnknotenpunkt der Strecken Kassel-Metz und Köln-Frankfurt, hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Gegensatz zu Oberlahnstein noch keine Anlegestelle für die Reisenden der Köln-Düsseldorfer Dampfschifffahrtsgesellschaft (KD). Um den Bahnreisenden die Anreise bzw. den Umstieg zu erleichtern, aber natürlich auch um mehr Touristen nach Niederlahnstein zu locken, schrieb der Niederlahnsteiner Bürgermeister die verschiedenen Schifffahrtsgesellschaften an. Er wies darauf hin, dass die gerade erschlossene Ruppertsklamm Ziel vieler Tausend Sonntagsausflügler sei. Die Stadt beabsichtige die Anlegung einer Allee vom Bahnhof zur Anlegestelle und würde auch eine ablegbare Wartehalle nebst Lagerraum für die Schifffahrtsstation errichten. Während die Niederländische Reederei absagte, erklärte sich die Köln-Düsseldorfer Rheindampfschifffahrt (KD) bereit, zum 1. Mai 1913 ihre auf dem Rhein verkehrenden Dampfer planmäßig zu Niederlahnstein bei Bedarf anlegen zu lassen, wenn die Stationsanlage, Zugang derselben und die Verbindungsstraße zum Bahnhof bis 15.04.1913 vollständig fertig sei und die „Anfahrt an die Landebrücke probiert und keinerlei Anstand ergeben hat.“ Die Königliche Rheinstrom-Bauverwaltung hatte zuvor die Errichtung einer Landebrücke zu Niederlahnstein bei Stromkilometer km 84,1 + 75 m genehmigt.












